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Regeltechnik

Für das Spieljahr 2016/17 stehen bedeutsame Veränderungen und Neuerungen im Handball an, denn die aktuelle Fassung des Regelwerks trat bereits am 01.07.2016 in Kraft. Für die Hanballerinnen und Handballer weltweit bedeutet das, dass sich einiges auf dem Parkett ändern wird und das bereits bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Auf dem Schiedsrichterlehrgang des Elitekaders des Deutschen Handballbundes, wurden die neuen Regeln ausgiebeig thematisiert und die Festlegungen sowie Handlungsanweisungen für das kommende Spieljahr getroffen.

Die Internationale Handballföderation (IHF) hat die offiziellen Formulierungen für das ab Juli 2016 gültige, neue Regelwerk veröffentlicht. Neben Änderungen im Regeltext veröffentlicht die IHF in ihrer Publikation auch Hinweise, Informationen und Vereinbarungen, die im Zusammenhang mit den anstehenden Veränderungen stehen.

1.Torwart als Feldspieler (Regel 4:1 Absatz 3, Regeln 4:4-5-6-7)

Zu beachten ist, dass die Regel 4 hinsichtlich der Bestimmungen des Ersatzes eines Torhüters, durch einen Feldspieler, vollumfänglich gültig bleibt. Allerdings wird die folgende Regelerweiterung eingefügt:

Nun ist es amtlich, die Saison 2016/17 bringt mehrere Veränderungen im Regelwerk mit sich. Nachdem die Änderungen bereits bei Weltmeisterschaften der Jugend und Junioren erfolgreich getestet wurden, gilt nun: Ab 1.07.2016 und somit bereits zu den Olympischen Spielen im Sommer, greifen die Modifizierungen der Internationalen Handballföderation (IHF) auch im Erwachsenenbereich und in allen Spielklassen, also von der Bundes- bis zur Bezirksliga. Die sich ergebenen Änderungen haben wir nachstehend – dem Wortlaut der IHF nach – aufgeführt. Sie befassen sich mit dem Torwart als Feldspieler, verletzten Spielern, passivem Spiel, der letzten Spielminute und der blauen Karte.

 

Bundesschiedsrichterwart Peter Rauchfuß vom Deutschen Handballbund (DHB) hat die neuen Regeln kritisiert. "Die IHF hat uns ein schönes Ei ins Nest gelegt", sagte Rauchfuß am Montag Sport1.de und monierte die - mit den Stimmen des DHB - zum 1. Juli beschlossenen Regeländerungen der Internationalen Handball-Föderation (IHF). "Die muss es ja nicht umsetzen. Sie sagen "Wir spielen bei Olympia so. Nun macht mal!"

Bisher habe die IHF laut Rauchfuß noch immer kein gedrucktes Regelheft vorgelegt: "Man sieht, dass das Schnellschüsse sind. Die sind für meine Begriffe zu kritisieren." Das neue Regelwerk tritt verbindulich in Spielklassen mit MIrkung zum 01. Juli 2016 in Kraft. Ursprünglich wollte die IHF die neuen Richtlinien erst zum Juli 2017 einführen. Jetzt allerdings, gilt das neue Regelwerk bereits bei den Olympischen Spielen in Rio. Spieler, Trainer und Schiedsrichter müssen sich an Blaue Karte, siebten Feldspieler, die Sechs-Pässe-Vorgabe bis zum Zeitspiel und die verschärften Regeln für Behandlungen von Spielern gewöhnen.

Die kurz bevorstehende Weltmeisterschaft der Frauen stand unter dem Stern der Regeländerungen (wir berichteten). Unter anderem sollte die Zahl der Pässe beim passiven Spiel begrenzt, eine Zwangspause für Verletzte eingeführt und die Farbe Blau ins Repertoire der Karten der Unparteiischen aufgenommen werden. Wie nun bekannt wurde kommt auch alles, allerdings nicht wie geplant. Zumindest zwei Nationen aus Skandinavien intervenierten erfolgreich und erreichten dadurch zumindest einen Aufschub für die Einführung der fünf neuen Regeln. Nach derzeitigem Stand soll das neue und dann geänderte Regelwerk pünktlich zum 01.07.2017 eintreten und somit für das Spieljahr 2017/18 verbindlich sein.