Maike und Tanja Schilha stehen vor einem entscheidenden Karriereschritt: Die Schiedsrichterinnen des Deutschen Handballbundes reisen am Montag nach Griechenland, nehmen am sogenannten Kandidatenkurs des europäischen Verbandes EHF teil und werden in Larissa Spiele der IHF/EHF Women’s Challenge Trophy leiten. Bewährt sich das Gespann, dann könnte am Ende der Reise der Aufstieg in den EHF-Kader stehen.

„Maike und Tanja haben sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt”, sagt Peter Rauchfuß. „Wenn sich die beiden beim Kandidatenkurs durchsetzen, ist das eine Leistung, auf die wir alle zusammen stolz sein können.” Der DHB-Schiedsrichterwart hat seit Jahren mit seinem Team daran gearbeitet, einen Frauenkader aufzubauen und daraus ein Top-Gespann zu entwickeln. Rauchfuß: „Ein internationales Frauen-Schiedsrichtergespann aus Deutschland wäre auch mit Blick auf die WM 2017 ein starkes Zeichen und hat Vorbildcharakter.”

In Gruppe A der Challenge Trophy stehen sich Griechenland, Moldawien, Litauen und Belgien gegenüber; in Gruppe B treffen Bulgarien, Estland, Israel und Armenien aufeinander. Die Spiele werden in der Zeit vom 26. bis zum 30. März ausgetragen.

Der DHB stellt derzeit fünf internationale Gespanne. Von diesen sind zwei an den kommenden Wochenenden gefordert. Robert Schulze und Tobias Tönnies leiten am Samstag, 29. März, in Frankreich das letzte Spiel der EHF-Cup-Gruppenphase zwischen Montpellier HB und Sporting CP Lissabon (Anwurf 16 Uhr). Vom 4. bis zum 6. April sind Fabian Baumgart und Sascha Wild in Oviedo-Asturias gefordert. Sie leiten in der Qualifikation zur U20-Europameisterschaft unter anderem das Spiel zwischen Gastgeber Spanien und Norwegen. Weitere Teilnehmer sind Montenegro und Georgien.