Quelle: Deutscher Handballbund

Anspucken

Es soll weiterhin bei der bisherigen Differenzierung zwischen „treffen“ und „nicht treffen“ bleiben. Demnach ist ein fehlbarer Spieler oder Offizieller der bei einer derartigen Situation nicht trifft, gemäß Regel 8:9 zu disqualifizieren. Wird die betroffene Person getroffen, ist eine Bestrafung nach Regel 8:10a (Disqualifikation mit schriftlichem Bericht) vorzunehmen.

IHF - Regelfragenkatalog

  • Die korrekte Musterlösung zur Regelfrage Nr. 285 lautet: 285 c (8:9; 16:6b).
  • Aufgrund einer geänderten Regelauslegung (siehe IHF-Publikation 2011/2012 zur Anwendung der Vorteilsregel beim Wechselfehler) lautet die korrekte Musterlösung zur Regelfrage Nr. 46 nunmehr: 46 b (4:5, 14:1, 16:3a


Verdeutlichung zum Verhalten des Torwarts beim Tempogegenstoß

Intention dieser Regelbestimmung im Kommentar zur Regel 8:5 war, die äußerst gefährlichen Situation des Zusammenpralls eines Torwarts, der seinen Torraum verlassen hat, mit einem gegnerischen Spieler, der einen Tempogegenstoß läuft, zu vermeiden. Die strengen Sanktionen dieser Regelbestimmung sind vor allem im Interesse der Gesundheit der Spieler erarbeitet worden.

Nur der Torwart kann diese gefährliche Kontaktsituation überblicken. Zitat aus der Zeitschrift „Der Handballschiedsrichter“, Ausgabe Nr. 2/2010, Seite 8: "Ab jetzt trägt der Torwart die alleinige Verantwortung dafür, dass beim Abfangen von Gegenstoßpässen keine gesundheitsgefährdende Situation entsteht. Andernfalls ist er zu disqualifizieren."

Wenn der Gegenstoßspieler allerdings offenbar bewusst (also für den Schiedsrichter klar erkennbar) in den Torwart hineinrennt, einen Zusammenstoß somit von sich aus hervorruft,  sind die üblichen (bekannten) Regelbestimmungen anzuwenden =  Progressive Bestrafung des Angreifers wegen Unsportlichkeit und Freiwurf für den Torwart. Daran hat sich gar nichts geändert, das war auch bisher so. Es ist Lehrmeinung, dass man so etwas  deutlich erkennen und unterscheiden kann.

Sollte der Torwart nach einem rechtzeitigen Ausweichmanöver anschließend den in Ballbesitz gekommenen  Angreifer  klammern oder stoßen, muss er entsprechend der bekannten Regelbestimmungen bestraft werden. Auch da hat sich gar nichts geändert.