Vereinzelt nehmen Zuschauer, die nach dem Regelwerk formal als Unbeteiligte gelten, durch ihr Verhalten negativ Einfluss auf die aktiven Spieler oder Offiziellen. Unter anderem geschieht dies dadurch, dass Laserpointer dazu verwendet werden, um Spieler zu blenden oder in enstprechend geeigneter Weise zu irritieren. Das bekanntest Beispiel hierfür ist das Blenden des Torhüters, um ihm dadurch die Abwehr von Würfen auf das Tor zu erschwerern. In diesem Zusammenhang ist auf Regel 17:12 zu verweisen, in ihr heißt es:
"Die Schiedsrichter haben das Recht, ein Spiel zu unterbrechen oder abzubrechen. [...]."

Insbesondere die bei der Gefährdung von Spielern oder Offiziellen durch Zuschauer, wie beispielsweise durch den Einsatz von Laserpointern oder anderen Gegenständen, ist diese Regel entsprechend anzuwenden. Vor einem endgültigen Abbruch eines Spiels sind jedoch alle Möglichkeiten zu dessen Fortsetzung auszuschöpfen.


In einem entsprechenden Fall ist deshalb wie folgt vorzugehen

  • Spiel gegebenenfalls sofort unterbrechen oder nicht aufnehmen
  • Anweisung an die Zuschauer, dies zu unterlassen
  • Gegebenenfalls Zuschauer aus dem entsprechenden Sektor entfernen lassen oder soweit erforderlich, das Spiel erst wieder aufnehmen, wenn alle Zuschauer die Halle verlassen haben.
  • Heimmannschaft anweisen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu treffen
  • Schriftlicher Bericht
  • War das Spiel zum Zeitpunkt der Feststellung bereits unterbrochen, ist gemäß Regel 13:3 (analog) zu verfahren.
  • Erfolgt die Spielunterbrechung zum Zeitpunkt einer klaren Torgelegenheit, ist gemäß Regel 14:1c zu verfahren.
  • In allen übrigen Fällen ist auf Freiwurf für die zuvor ballbesitzende Mannschaft an dem Ort zu entscheiden, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand